Freitag, 21. April 2017

Rezension zu "Mein Herz ist eine Insel" von Anne Sanders


Autor: Anne Sanders
Erscheinungsdatum: 27.03.2017
Verlag: Blanvalet
Seiten: 384 Seiten
Preis: 14,99 € (broschierte Ausgabe)


Isla Grant ging es schon mal besser. Ohne Wohnung und ohne Job bleibt ihr keine andere Wahl, als nach Hause zurückzukehren, nach Bailevar, eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Und das, obwohl sie kaum Kontakt zu ihrer Familie hat. Als sie auch noch ausgerechnet ihre Jugendliebe Finn wiedertrifft, sind alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Ihr einziger Lichtblick ist die alte Dame Shona, die wie keine andere Geschichten erzählt, besonders gern die Legende von der verschwundenen Insel. Doch schon bald erkennt Isla, welch tragisches Geheimnis Shona zu verbergen versucht. Und auch ihre eigene Vergangenheit holt Isla unaufhaltsam ein …


Am Anfang des Buches dachte ich mir noch, dass ich mich mit Isla anfreunden kann. Bis zum Ende wurde das aber alles leider nichts und das hat mich wirklich an dem Buch gestört. Isla kommt auf die Insel Bailevar, auf der sie aufgewachsen ist, weil sie sich von ihrem Ex getrennt hat. Auch ihre alten Erinnerungen an die Insel klingen nicht sehr erfreulich und wie gedacht hat sie sich am Anfang auch ziemlich schwer getan. Was ich auch nachvollziehen konnte aber es hat genervt, dass es bis zum Ende blieb. Meiner Meinung fühlte sich Isla als etwas Besseres als die Menschen, die nie von der Insel weggekommen sind und nie die "große Welt" gesehen haben. Sie denkt sich, dass jeder von der Insel möchte, aber nur sie den Mut hatte, das zu tun. Als ihr Vater das gesagt hatte, hatte er meiner Meinung nach völlig Recht und ich fand es gut, dass Isla mal die Wahrheit gehört hat. Ständig war sie nur am meckern wie klein die Insel, wie klein die Leute und wie nervig denn alles ist. Isla hätte jederzeit wieder nach Edinburgh ziehen können, aber trotzdem ist sie geblieben. Alle Leute haben immer wieder ihr Herz für Isla geöffnet und sie hat immer wieder jemanden vor den Kopf gestoßen. Als sie am Ende es dann endlich mal kapiert hat, war ich wirklich froh aber da war das Ende auch schon zu Ende. Isla war mir nicht sympathisch und das hat mir das Lesen auch so schwer und anstrengend gemacht. Ich fand Isla war ein egoistischer und nerviger Charakter, der so viel Potenzial hatte.
Dafür haben mir die anderen Charaktere umso besser gefallen. Ich fand die beiden Brüder von Isla wirklich süß wie sie Isla verteidigt haben, besonders vor ihrem Vater. Kyle und Will waren trotz der Vergangenheit wirklich gute Brüder für Isla und sie haben mir sehr gefallen.
Shona ist mein allerliebster Charakter aus dem Buch. Sie hat mich einfach mit ihrer süßen, quirligen Art überzeugt und ich fand die Stellen interessant, in denen Shona vorkam. Auch wenn sie sich gerne in andere Gelegenheiten einmischt, meint sie das immer nur lieb. Ich finde man kann Shona einfach nur mögen.
Finn war mir auch sehr sympathisch und er hatte meiner Meinung nach sehr viel Geduld mit Isla. Ich hätte gerne mehr von ihm gelesen und weniger aus Islas Sicht.


Mein Problem am Buch war einfach, dass ich mich mit Isla nicht anfreunden konnte und es ist sehr wichtig, dass man die Protagonistin mag. Das Lesen hat mir oft keinen Spaß gemacht, besonders am Ende des Buches. Denn Isla hatte meiner Meinung nach alles, was sie glücklich machte und trotzdem hat es wahnsinnig lange gedauert, bis sie das verstanden hat. Das hat mich wirklich genervt. Zuvor fand ich sie auch nicht sympathisch, aber kurz vor dem Ende war sie echt unausstehlich. Meiner Meinung nach war das Buch auch nicht sonderlich spannend und es hat sich an machen Stellen ein wenig gezogen. Die anderen Charaktere wie Shona oder Finn waren wirklich meine Highlights in dem Buch und haben das Buch um einiges besser gemacht. Trotz meiner Meinung, könnt ihr euch eventuell in Isla gut hineinversetzen und findet sie sympathisch. Jeder hat seine eigene Meinung und ich möchte nicht, dass ihr euch von mir abschrecken lässt. 


Trotz Isla gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen, denn die anderen Charakteren waren wirklich liebevoll gestaltet und ich denke auch, dass Isla anders rüberkommen sollte. Ich denke viele von euch können sich in Islas Gefühlswelt hineinversetzen, nur ich konnte das leider nicht.

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