Samstag, 8. Juli 2017

Rezension zu "Fee" von Monika Feth


Autor: Monika Feth
Erscheinungsdatum: 01.04.2002
Verlag: cbt
Seiten: 186 Seiten
Preis: 7,00 €

KLAPPENTEXT

Wenn ich Fee mit einem einzigen Wort beschreiben müsste, würde ich das Wort "Licht" wählen ... Claire und ihr Freund Jost unternehmen eine Motorradreise nach Schottland. Am Lake of Menteith haben sie ein kleines Blockhaus gemietet. Dort genießen sie die Zweisamkeit und die Schönheit der schottischen Landschaft. Erst hier, weit weg von zu Hause, findet Claire zu einer Verarbeitung des Tods ihrer Schwester Fee, die vor kurzem, im Alter von 19 Jahren, gestorben ist. Ab ihrem vierten Lebensjahr wurde Fee zunehmend aggressiv. Ärzte stellten die Diagnose, dass sie an MPS (Mukopolysaccharidose) erkrankt war, einer seinerzeit noch weitgehend unerforschten und unheilbaren Stoffwechselkrankheit. Fee verlor ihre Sprache, ihre Bewegungsfähigkeit, sie musste gefüttert und rundum versorgt werden. Doch die Familie fand die Kraft, die Tochter zu Hause selbst zu versorgen und trotz der schwindenden Kommunikationsmöglichkeiten den emotionalen Kontakt zu ihr zu halten. Alle waren darauf vorbereitet, Fee zu verlieren, nur Claire nicht. Sie verübelt ihrer Mutter, dass diese irgendwann bereit war, ihre Tochter loszulassen. Nun hat die Mutter Claire ihre Tagebücher auf die Reise mitgegeben, aus denen sie Fees Entwicklung noch einmal ganz anders als in ihrer eigenen Erinnerung Revue passieren lässt. Daraus entsteht allmählich, wie ein Mosaik, Fees Geschichte.


CHARAKTERE

Man kam ziemlich schnell in die Geschichte rein und man wurde direkt mit Claires Gedanken und Gefühlen konfrontiert. In diesem Buch merkt man wie sehr Claire ihre Schwester liebt und wie schwer sie über ihren Verlust hinweg kommt. Durch Claire erfuhr man viel über Fee, ihren Charakter, ihr Verhalten und dass sie trotz ihrer Krankheit ein erfülltes Leben gelebt hat. Claire versucht durch die Reise nach Schottland ihrer Mutter aus dem Weg zu gehen aber auch um sich von Fee verabschieden zu können. Es war interessant mehr und mehr von Fees Geschichte zu erfahren, entweder durch Claire oder durch die Tagebücher von der Mutter. 
Jost mochte ich auch, aber manchmal fand ich sein Verhalten gegenüber Claire nicht fair. Fee war gerade mal erst einen Monat tot und er hat schon erwartet, dass Claire sich normal verhält und den ganzen Urlaub Spaß hat. Das habe ich leider manchmal nicht ganz verstanden. 

MEINE MEINUNG

Das Buch war sehr gefühlvoll und es war sehr interessant Fees Geschichte zu erfahren und dabei auch die Gefühle und Gedanken von Claire. Das Buch ist relativ kurz und lässt sich ziemlich schnell lesen. Da ich viel New Adult lese, war es eine sehr angenehme Abwechslung. Ich kann euch das Buch wirklich empfehlen, wenn ihr kurze und sehr gefühlvolle Geschichten mögt.


BEWERTUNG

✰✰✰✰/✰✰✰✰✰


Kommentare:

  1. Hi :)
    Das Buch klingt echt interessant! Von Monika Feth kannte ich bisher nur ihre Krimis/Thriller. Ich wusste gar nicht, dass diese Autorin auch solche Bücher schreibt.

    Viel liebe Grüße
    Sarah

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    1. Hey ♥ Ich hatte mir das damals auch nur von einer Freundin ausgeliehen und hab es nach Jahren immer noch nicht gelesen. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Geschichte ist sehr berührend.

      Ganz liebe Grüße ♥

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