Samstag, 12. August 2017

Rezension zu "Wir. Für immer" von Emma Wagner


Autor: Emma Wagner
Erscheinungsdatum: 29.06.2017
Seiten: 430 Seiten
Preis: 13,90 € (Taschenbuch)

KLAPPENTEXT

Eben noch war Sophies Welt nahezu perfekt, schließlich hat ihr langjähriger Freund ihr einen Heiratsantrag gemacht. Doch dem Café, das sie zusammen mit ihrer Mutter betreibt, droht das Aus. Ein Investor muss her – der ebenso gutaussehende wie arrogante Noel. Dann allerdings überschlagen sich die Ereignisse: Sophies Mutter erleidet einen Autounfall, und kurz darauf erfährt Sophie etwas, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Fassungslos will sie sich auf die Suche nach Antworten begeben und ausgerechnet Noel bietet ihr seine Hilfe an. Gemeinsam stoßen sie auf eine dramatische Liebesgeschichte, die eng mit Sophies Schicksal verflochten ist. Schon bald jedoch bringt nicht nur das, was dabei ans Licht kommt, Sophie aus dem Konzept, sondern auch Noel. Noel mit seinen strahlend blauen Augen und dem charmanten Lächeln, der sie mit seiner Unverschämtheit zur Weißglut bringt und sie gleichzeitig fasziniert. Doch er hat ein Geheimnis ... Eine zutiefst berührende Geschichte von Vertrauen, Verrat und Vergebung, von Freundschaft und Feindschaft, von zerstörten Hoffnungen und neuen Träumen – und dem Kampf um die ganz große Liebe.

CHARAKTERE

Das Buch besteht aus zwei Liebesgeschichten und somit gibt es fünf Protagonisten, die näher zu beschreiben sind.
Sophie erfährt nach einem Unfall ihrer Mutter, dass sie adoptiert wurde und ist nun auf Suche nach ihrer Familie in Armenien. Auf ihrer Sucht hilft ihr Noel, der der potenzielle Investor des Cafes ihrer Mutter ist. Sophie hat andere Träume als ihre Mutter und setzt diese nicht durch. Sie möchte Autorin werden und schreibt für ihr Leben gerne Liebesromane, auch wenn es zunächst nur Kurzgeschichten sind. Sophie ist ein wenig tollpatschig, aber ein sehr herzensguter Charakter. Man kann sie nur ins Herz schließen und gespannt ihre Geschichte verfolgen. Sophie hat mir von all den Charakteren am besten gefallen und zu ihr konnte ich auch richtig eine Verbindung aufbauen, was mir bei den anderen leider etwas gefehlt hat. Sophie versucht es immer allen recht zu machen ohne dabei an sich selbst zu denken. Ich hätte gerne mehr von Sophie gelesen, aber die andere Liebesgeschichte stand meiner Meinung nach im Vordergrund.
Noel ist arrogant und vollkommen von sich überzeugt. Zunächst ist er ziemlich unfreundlich zu Sophie und ich konnte ihn am Anfang nicht leiden. Nach und nach taucht er immer mehr auf und man sieht sein wahres Ich. Noel ist zwar immer noch sehr selbstbewusst aber er fängt an für Sophie Gefühle zu entwickeln. Schon als er angeboten hat Sophie zu helfen, hat man gemerkt, dass Noel nicht so gefühlskalt ist wie er sich am Anfang gegeben hat. Man weiß die ganze Zeit, dass er etwas zu verbergen hat und man fragt sich die ganze Zeit was. Somit bleibt die ganze Geschichte immer sehr interessant und man fragt sich, ob die beiden am Ende zusammenkommen werden.
Ralf fand ich die ganze Zeit ziemlich nervig, wenn ich ehrlich sein muss. Er war wie beschrieben der Langweilig und hat Sophie meiner Meinung nach ständig unterdrückt. Oft war er auch ziemlich unfreundlich zu ihr und war nur am meckern. Besonders als es los nach Armenien ging, war er ganz schrecklich. Ich war froh, dass er nicht oft vorkam, da Sophie mit Noel durch Armenien gefahren ist, um ihre Familie zu suchen.
Mit der Geschichte von Liana und Aren kam ich nicht allzu gut klar. Ich kam irgendwie nie ganz in die Geschichte rein und das fand ich ziemlich traurig, denn ich hatte mich nach dem ersten Band sehr darauf gefreut. Liana ist eine selbstbewusste und unabhängige Frau, die sich nicht an einen Mann binden möchte, den sie nicht liebt. Ihre Familie setzt sie ziemlich unter Druck und man merkt ziemlich schnell, dass sie nicht für das Leben einer Hausfrau geeignet ist. Liana liebt die Freiheit und sehnt sich nach ihr. Als ich das Ende des Buches gelesen habe, konnte ich mir nur danken was für ein schweres Leben sie hatte. Doch Liana ist immer stark geblieben und hat sich nicht unterkriegen lassen, egal wie sie behandelt wurde.
Aren ist zunächst der geheimnisvolle Fremde, der neu ins Dorf kommt. Erst spät bemerkt Liana wer er eigentlich ist und mich hat das auch sehr überrascht. Liana ist ihm direkt verfallen und auch anders herum. Aren und Liana lieben sich, was nicht von der Familie von Liana geduldet werden würde. Somit versucht sie es zunächst geheim zu halten bis ihre Tante sie dabei erwischt. Aren liebt Liana abgöttisch und man merkt das deutlich. Leider lernt man Aren meiner Meinung nach nicht wirklich kennen. Ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl. Das Ende hat mir aber sehr gefallen.

MEINE MEINUNG

Ich kam leider nie ganz in die Geschichte von Liana und Aren rein und deswegen vergebe ich nur 3,5 Sterne. Ich hatte mich sehr nach dem ersten Band darauf gefreut und war dann ein wenig enttäuscht, dass ich irgendwie nie reinkam. Der Anfang des Buches war ziemlich langweilig und ab der Mitte hat es an Fahrt aufgenommen. Trotzdem fand ich sehr gut, dass die Geschichte nicht allzu schnell verlaufen ist wie bei manch anderen Büchern. Sophies Geschichte fand ich jedoch wahnsinnig interessant und ich hab mich immer über ihre Kapitel gefreut, die kürzer waren als die von Liana. Das Ende des Buches fand ich sehr sehr schön und man hat gesehen, dass trotz solcher unterschiedlichen Geschichten Menschen zusammenfinden können. Auch wenn ich den zweiten Band schlechter als den ersten fand, kann ich euch die Reihe definitiv empfehlen. Die beiden Bücher zeigen von sehr viel Gefühl und es könnte sein, dass man am Ende eine Träne vergießt. "Du. Für immer" hat mich mehr berührt und war eines meiner besten Bücher im letzten Monat. Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Emma Wagner, die mir dieses schöne Exemplar zugeschickt und signiert hat. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

BEWERTUNG

✰✰✰,5/✰✰✰✰✰

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